
Die operative Behandlung von Knochenbrüchen und anderen Knochenverletzungen wird Osteosynthese genannt. Dieser Begriff bezeichnet die Versorgung der verletzten Knochen und deren Fixierung mittels Implantaten aus Metall.
Die Fixierung sollte in einer möglichst normalen Stellung geschehen, um eine gute Heilung gewährleisten zu können und die Ausbildung eines Falschgelenkes zu vermeiden. Hierin besteht jedoch ein Risiko. Wird das Implantat nicht an der richtigen Stelle befestigt, kann es zu einer Verschiebung kommen und die ordnungsgemäße Heilung des Knochens kann nicht mehr gewährleistet werden.
Weiterhin bestehen bei der operativen Versorgung von Frakturen allgemeine, aber auch spezielle Risiken. Zu den allgemeinen Risiken gehört unter anderem der Blutverlust. Er kann generell bei allen Arten von Operationen auftreten. Ihm wird jedoch mit Blutkonserven entgegengetreten.
Ein weiteres allgemeines Risiko ist die Thrombose. Der Begriff Thrombose beschreibt eine Gefäßerkrankung, bei der sich in einem Blutgefäß ein Blutgerinnsel bildet. Die häufigste Art der Thrombose ist die Venenthrombose. Diese Art der Blutgefäßerkrankung tritt häufig in den Beinen auf. Da nach einer Operation für einige Tage das Bett gehütet werden muss, kann es bei diesen Patienten zu einem erhöhten Thromboserisiko kommen, da eine Ursache der Thrombose die unzureichende Bewegung darstellt.
Des Weiteren ist bei Operationen das Infektionsrisiko erhöht. Auch das Risiko der Verzögerung der Wundheilung erhöht sich durch eine Operation.
Ein spezielles Risiko bei der operativen Behandlung von Knochenbrüchen besteht in der Lockerung des Implantates. Wird das Implantat nicht ordnungsgemäß befestigt, kann es sich teilweise lösen und muss bei einer erneuten Operation fixiert werden.
Bei einer Operation ist immer auch eine Betäubung bzw. Narkose notwendig, die so genannte Anästhesie. Diese birgt bei jeder Operation ein gewisses Risiko, worüber der Patient jedoch vor jedem operativen Eingriff ausführlich aufgeklärt wird.