Der Oberschenkelknochen hat oberhalb des langen Schaftes einen abgewinkelten, kurzen Hals. Auf ihm ruht das Hüftgelenk. Diese Stelle ist nicht so stark wie der übrige Knochen und kann vor allem im Alter, auf Grund vorangeschrittener Knochenentkalkung, leicht brechen.
Eindeutige Anzeichen für einen Oberschenkelhalsbruch sind heftige Schmerzen in der Leistengegend. Ein Stehen oder Liegen ist mit einer Fraktur des Oberschenkelhalses überhaupt nicht mehr möglich. Im liegenden Zustand lässt die Fraktur die Verkürzung und die Drehung des Beines nach außen erkennen.
Eine Fraktur des Oberschenkelhalses wird vorrangig operiert. In den seltensten Fällen erfolgt eine Behandlung ohne operativen Eingriff. Gerade aus diesem Grund und wegen der langwierigen Behandlung, sind Oberschenkelhalsbrüche besonders gefürchtet. Im Alter können sie aber schon durch banale Stürze passieren.
Die Fraktur kann mit Schrauben und Platten oder mit einem besonderen Marknagel behandelt werden. Dieser wird in den Oberschenkelknochen eingesetzt und ersetzt den Oberschenkelhals.
Eine weitere Behandlung besteht in der Möglichkeit, den Oberschenkelhals und das Hüftgelenk durch eine Prothese zu ersetzen.
Die operative Behandlung der Fraktur kann besonders positive Aspekte vorbringen, denn durch die Operation kann eine schnelle Heilung gewährleistet werden. Der Patient kann bald nach dem Eingriff den Oberschenkel wieder normal belasten. Es ist jedoch ein intensives Training anzuraten.
Nach einem Krankenhausaufenthalt sollte immer ein Besuch in einer Rehabilitationsklinik folgen. Besonders die Oberschenkelmuskulatur muss nach einer Fraktur des Oberschenkelhalses gezielt durch Physiotherapie gestärkt werden. Auch das Treppensteigen und der Gang müssen nach der Genesung immer weiter trainiert werden.
Bei einem Oberschenkelhalsbruch können langwierige Komplikationen wie Infektionen oder Durchblutungsstörungen auftreten. Ein besonderes Risiko stellt die Thrombose dar.