
Bei einer Fraktur wird der menschliche Körper bestimmten Reaktionen ausgesetzt. Die Erste Hilfe einer weiteren Person ist von Nöten und unerlässlich. Die Fraktur an sich wird jedoch durch den Ersthelfer in keinster Weise behandelt. Er wird weder eingerenkt noch gerichtet, denn der Verletzte darf nur so wenig wie nur möglich bewegt oder gar transportiert werden. Die Erstversorgung wird nur soweit durchgeführt, dass der Patient entlastet wird.
Der Ersthelfer hat die Möglichkeit, den Bruch mit Tüchern oder Decken abzustützen. Der Verletzte sollte nicht allein gelassen werden, denn durch die Verletzung kann der Patient einen Schock erleiden. Außerdem ist darauf zu achten, dass der Patient in seiner momentanen Position nicht der Unterkühlung oder der Überhitzung ausgesetzt ist.
Weiterhin ist darauf zu achten, dass Helfer genügend Platz für entsprechende Maßnahmen haben. Aus diesem Grund ist die Umgebung des Patienten frei zuräumen, wenn dieses möglich ist und es der Zustand des Patienten zulässt. Liegt ein offener Bruch vor, so bedarf die Wunde einer besonderen Behandlung. Die Blutung muss gestillt werden. Eventuell aus der Haut herausstehende Knochenteile werden steril abgedeckt.
Es darf jedoch kein Druckverband angelegt werden, da dieses die Knochenteile verschieben könnte. Nach der Wundversorgung sollten zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden, um den Patienten zu entlasten und ausreichend zu versorgen. Der Verletzte sollte auf den Schockzustand untersucht werden. Symptome für einen Schock sind unter anderem blasse oder gar bläuliche Hautfarbe, kalter Schweiß, Angstzustände, Bewusstseinsstörungen, Verwirrtheit und ein schneller Puls. Abhilfe kann hier die erhöhte Lagerung der Beine sein, wenn es der Zustand des Verletzten zulässt.